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Regionale Unterschiede der Dönerkultur
Döner ist Döner denkt man vllt wenn man aus Berlin kommt, schliesslich sind alle Döner die man in der Hauptstadt bekommt praktisch gleich, von Feinheiten wie Soße und anderen Zutaten mal abgesehen. Und wenn alle gefühlt 10.000 Dönerbuden in Berlin das so machen, wieso sollte es dann irgendwo anders anders sein?
Naja, in Rostock ist der Döner nicht wie in Berlin. Deutlichster Unterschied: Sie packen eine Plastikgabel mit ins Brot. Nix mit zuklappen und reinbeissen, nein man soll als erstes den Inhalt mit der Gabel rausfischen. Den Döner dagegen so voll zu machen, dass sich die Gabelaktion auch lohnt scheint dagegen optional zu sein.
Zweiter Unterschied: Sie Schmieren die Seiten des Kebabbrots mit Soße ein wie gewohnt, aber oben drauf klatschen sie nochmal dick Soße drauf. Damit man sich auch ja vollsaut, wenn man tatsächlich erwägt den Döner klassisch zuzuklappen.
Das scheint aber nicht nur so in Rostock zu sein, in Magdeburg ist das ganz ähnlich.
Naja, sind jetzt beides Städte in Osten der Republik, kann sein das das also nen “Ossidöner” ist, ich hab jetzt keinen vergleich aus dem Westen der BRD. Vllt liegts aber auch nur daran das in beiden Städten kaum Türken vorhanden sind, und das die wenigen die nen Dönerladen besitzen meinten das irgendwie noch mehr einzudeutschen. Keine Ahnung, was sind eure Erfahrungen dazu?
Ein Jahr in Magdeburg
Über ein Jahr mittlerweile lebe ich jetzt Studiumsbedingt vorwiegend in Magdeburg, und ich muss sagen dass ich meine Heimat Berlin doch schon vermisse. Aber ich möchte jetzt hier nicht voller Wehleidigkeit und Heimweh erscheinen, weil dies auch nicht der Wahrheit entspricht.
Vom jetzigen Stand- und Zeitpunkt aus betrachtet, war die Entscheidung richtig. Aufgrund der Fachrichtungen und mit der Hoffnung auf bessere Studienbedingungen hat es mich in diese Stadt verschlagen. Aber auch die Tatsachen, dass es nicht weit weg von Berlin ist und ich hier schon einen aus Bundeswehr-Zeiten guten Kameraden hatte, sollten nicht unerwähnt bleiben. Ich hab mich hier auch schnell und gut auf sozialer Ebene eingelebt, was darin mündete, dass ich mit Kumpels aus meinem Studiengang eine neue WG gegründet hab, die ich am Samstag bezogen habe. Ich muss auch eingestehen, dass ich vorübergehend es hier einigermaßen gut aushalten kann. Die Beschauligkeit und gemütlichkeit vermiss nämlich schon manchmal in Berlin und dass es hier in Magdeburg ja schon mitunter etwas Dörflich zugeht, hat auch so seine Vorteile.
Aber nicht falsch verstehen, ich bleibe mit Herz und Seele Berliner! Ich hab die ersten 20 Jahre meines Lebens dort verbracht, das prägt. Für die Berliner unter uns, die sich das hier mit Magdeburg nicht vorstellen können, folgendes Szenario: Stellt euch vor ihr lebt in Reinickendorf und könnt diesen Bezirk nicht verlassen – dann gewinnt ihr im Groben ein Gefühl dafür, wie es sich in einer Stadt in dieser Größendimension lebt. Der Grundbedarf an Einkaufen, Freizeit und Erholung ist gedeckt, aber sobald man etwas mehr will, oder etwas bunteres, lebhafteres Will, stößt man an seine Grenzen. Ansonsten hat man es hier in Magdeburg mit der provinziellen Einfachheit zu tun aber auch mit einer Studentenschaft aus aller Herren Bundesländer. Das bringt auch Abwechslung, und man hats nich nur mit Magdeburgern bzw. Sachsen-Anhaltern zu tun.
Ein weiterer Punkt, warum ich nicht an meiner Entscheidung für Magdeburg zweifle ist, dass ich ja schlecht bis garnicht sagen kann, wie sich im Studium aber auch sonst so ergeben hätte wenn ich in Berlin geblieben wäre. Aber immerhin konnte ich einiges von einem alten Schulkumpel erfahren, der zeitgleich mit mir auch Maschinenbau an der TU Berlin begonnen hat. Was ich so von ihm gehört hab, hat mich schon in meiner Entscheidung bekräftigt, auch wenns nur der Erfahrungsbericht eines Einzelnen war.
Ich bin mal gespannt, wie lange ich hier in Magdeburg noch bleiben werde. Also zwei Jahre auf jeden Fall, dann hab ich meinen Bachelor. Vielleicht geh ich zum Master auch wieder nach Berlin wenns klappt, oder ich bleibe in Magdeburg, aber vielleicht geh ich auch ganz woanders hin… wir werden sehen!
Von der Spree an die Elbe
So, gestern hab ich die große Entscheidung in die Tat umgesetzt: Ich bin fürs Studium (Maschinenbau) in die kleine, gemütliche Elbstadt Magdeburg gezogen. Mit tatkräftiger Unterstützung meines großen Bruders sowie Robert hat das auch alles in allem gut geklappt. Nicht zu vergessen sind auch die Unterstützung in Berlin von Fabian, sowie hier in Magdeburg die hilfe eines Bund-Kameraden und mittlerweile guten Kumpels sowie mein neuer WG-Genosse. Und natürlich meine Eltern als Finanziers!
Danke nochmals an alle ![]()
So und nun zu meiner neuen Heimat: Magdeburg ist natürlich ne Kleinstadt für jemanden wie mich der aus der Zweitgrößten Stadt der EU kommt. Aber die Stadt hat schon einiges zu bieten, denn immerhin ist es die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt, und entrsprechend sauber und geflegt sieht es hier aus, vor allem in dem Bezirk Alstadt in dem ich Wohne. Aber eine wirklich Alstadt in dem Sinne gibt es hier nur noch Bedingt. Eine bunte Mischung aus Altbauten, Plattenbauten, Gebäude im Stil des Sozialistischen Realismus sowie Neubauten (z.B. ein Hundertwasserhaus) prägen das Stadtbild, was mich an dem ehem. Ostteil Berlins in erinnert. Ebenfalls sehr auffällig ist für mich, dass die Stadt sehr sauber ist. Entweder sind die Menschen im Land der Frühaufsteher einfach Sauberer, oder die Stadt hat einfach mehr Gelder zur Verfügung. Naja, Berlin ist halt ne dreckige Stadt^^
Meine Wohngegend ist in der südlichen Alstadt, wo noch eine Relativ geschlossene Gründerzeitbebauung vorhanden ist. Zentrum dieser Gegend ist der Hasselbachplatz (kurz: “Hassel”) an und um dem sich im die meisten Kneipen der Stadt befinden. Ihr seht also, ich wohne im meinem 26qm-Zimmer sehr zentral, obwohl man wie ich gehört habe, in Magdeburg eh alles Wichtige innerhalb von 15 min mitm Fahrrad erreichen kann.
Fahrrad ist auch schon das richtige Stichwort. Mir wurde gesagt, dass ein Fahrrad in dieser Stadt sehr wichtig sei. Einerseits, weil die hier schon um 20 Uhr die Borsteine hochklappen, und andererseits, kann man direktere Wege fahren als mit der Straßenbahn, welches das einzige öffentliche Verkehrsmittel ist innerhalb der Stadt (neben der Regionalbahn). Bei gelegenheit werd ich dann mal mein Fahrrad aus Berlin holen ![]()
Meine WG besteht einschließlich mir 4 Leuten, zwei Männer und Frauen. Die anderen Sind auch alles meines Wissens Studenten, aber etwas älter als ich. Die WG hat auch eine große Wohnküche voll mit Krempel, in der man Sitzen, rauchen, saufen etc kann. Mein Zimmer ist geschätze 4×6 Meter groß, zur Straße gerichtet und im 3. OG. Direkt vor der Tür fährt zwar die Straßenbahn lang, aber die ist nicht nich laut, und die Autos auch nicht, da die eh nur 30 fahren und viele sind das auch nicht. Was mich aber mehr störte waren die schreienden Leute unten, da ja meine Wohngegend vor allem abends belebt ist. Aber daran gewöhn ich sicherlich ![]()
Soweit so gut. Sobald ich weiß wie man hier Fotos hochlädt, werd ich mal eine Kleine Galerie hier machen wo dann mein Haus, mein Zimmer etc zu sehen sind. Damit das ganze auch mal anschaulicher wird ![]()
in diesem Sinne: machts gut inner Hauptstadt!
