die antihelden

Helden sind doch von gestern!

Archive for the ‘chaos’ tag

Pizza backen in elektrischen Pfannen auf den Hotelzimmern verboten

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Nein, das verbot steht noch nicht, aber spätestens wenn morgen die Reinigung durch ist, wird es in die Welt gerufen werden^^
Nachdem uns das Essen hier doch so langsam gewaltig auf die Nerven ging bzw. ein riesiges Loch in unsere Mägen fraß, wurde der Plan geboren, in der mitgebrachten elektrischen Pfanne Pizza zu backen. Die Idee stammte von drei Jungs, denen ich mich dann im Laufe des Prozesses anschloss. Eigentlich war schon alles organisiert und die erste Pizza verdrückt, als ich dazu stieß.
Ich wurde auf nen happen Pizza eingeladen, da von der aktuellen ein Stück zu haben war und so begab ich mich in das Zimmer meiner “Kollegen” und war bei dem Anblick dezent überrascht; die Pfanne auf dem Boden, Zutaten überall verteilt, eine Schüssel Tomaten-Matsche mit Gewürzen auf dem Bett, ein Teller mit gehendem Teig auf dem Tisch und Käse überall verteilt. Außerdem kam mir ein gewaltiger Pizza-Duft entgegen und drei überfüllte Münder. Die zweite Pizza bereits am Backen und alles in allem ein grandioser Anblick.
Wir quatschen erstmal ein wenig, freuten uns über gutes Essen und es war einfach sehr nett. Dann war die Pizza fertig und wir warfen uns alle darauf. Und trotz der fortgeschrittenen Zeit (wir hatten ne Verabredung mit der Gruppe) warfen wir noch die Zutaten für die dritte Pizza in die Pfanne. Während dessen beschloss einer der Jungs, den sandigen Balkon mit Wasser zu säubern und nahm den 10-Liter Eimer, der einst dem Sangria und heute dem Pizza-teig (ja, der Eimer war voll!!!) diente und schwappte großzügig Wasser über den Stein. Und weil er so viel Spaß daran hatte, machte er gleich mit noch nem Eimer weiter… dies war allerdings einer zu viel, denn mit einmal hörten wir wütende Schreie von draußen zu uns herein dringen. Wir wichen erstmal vom Balkon zurück und überlegten fieberhaft, was wir jetzt am besten machen sollten. Eins war klar: Zutaten, Pfanne und Pizza mussten verschwinden, oder zumindest unsichtbar werden. Zutaten waren halb so schlimm, die letzten beiden Dinge stellten das größere Problem dar. Was macht man mit einer heißen Pfanne und einer 3/4 fertigen Pizza? Wir entschieden uns für: die Pizza im Handtuch erstmal aus der Pfanne rausnehmen und die Pfanne mit kaltem Wasser füllen. Da hörten wir auch schon Schritte, weshalb unser Arbeitstempo erhöht werden musste. So landete die Pizza also im Schubfach des Schrankes, als wir das Schlüsselklappern vor der Tür wahrnahmen. Unser Zimmer war eigentlich abgeschlossen, aber die Putzfrauen haben ja auch Schlüssel und von daher… naja. Raphael stand mitten im Zimmer, als der eine Paul (es waren zwei an der Aktion beteiligt) anfing, am Türschloss rumzuspielen, um Zeit zu schinden. Die letzte Ecke der Pfanne verschwand dann in dem Moment unterm Bett, als die Tür sich öffnete und ein Mann auf Spanisch auf uns einredete^^ Wir machten ihm klar, dass wir kein Spanisch können und dann kam der andre Paul an und erklärte in gebrochenem Englisch, dass das Ganze mit dem Wasser ein Versehen gewesen ist. Joa, und wider unserer Erwartungen verschand der Mann wieder und überließ uns unserem Chaos.

So viel Stress um nichts… obwohl, wer weiß, was gewesen wäre, hätte er uns früher erwischt :-D Auf jeden Fall weiß ich jetzt nichtmal, wie der Zustand des Zimmers aussieht, aber der Schrank riecht sehr verräterisch und das Zimmer hat auch nen bisschen Dunst abbekommen. Aber wir hatten ordentlich was zu Lachen bei der Aktion und vor allem was richtiges zu Essen!

Die Schrank-Pizza gibt es dann morgen, die Jungs hatten sich eh zu viel zugemutet, da die Pizzen so ca 5cm dick waren und einfach äußerst sättigend. Raphael hat hinterher auch ziemlich durchgehangen, aber was tut man nicht dafür, sämtliche Regeln zu brechen? :-D

Written by Caro

Juli 11th, 2009 at 10:23 pm

Grundschul-Sünden

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Ein gescheiterter Versuch des Aufräumens brachte zwar keine Ordnung hervor, aber dennoch eine sehr belustigende Bekanntschaft mit alten, mir “unbekannten” Papieren… So stieß ich auf meinen Ordner mit alten Zeugnissen, vollständig archiviert vom ersten Schultag an, und ich blätterte halt ein wenig durch die Seiten und las mir den einen oder anderen Zeugniskopf durch.

Das brachte mich auf die Idee (oder zumindest indirekt, denn eigentlich schuf Paul die Idee^^), die interessantesten Zitate rauszusuchen und hier zu präsentieren.
Noch sehr harmlos waren Sätze wie “Manchmal kann sie sehr temperamentvoll über das Ziel hinaus schießen, ihr gelingt es dann nicht immer, sich an besprochene Regeln zu halten.”
oder aber “Hin und wieder kommt es vor, dass sie ihre Hausaufgaben vergisst.”
In der zweiten Klasse bin ich immer noch “ungestüm über das Ziel hinaus geschossen” aber wenigstens bin ich bei “gesprächen über mein Verhalten einsichtig und verständig”. Was sich auch heute wieder bestätigt hat, schaffe ich es leider immer noch nicht, “meinen Arbeitsplatz ordentlich zu hinterlassen”, aber wie wir ja alle wissen; nur der Kleingeist hält Ordnung, das Genie überblick das Chaos.

Aber weiter im Text; eigentlich war ich natürlich eine durch und durch brave Schülerin, die immer den Anweisungen des Lehrers Folge leistet… Naja, eigentlich, denn ich bin an dieser Stelle mal wieder einsichtig und gestehe, dass der Satz “Hinsichtlich ihrer guten Leistungen könnte sie um eine beständigere rege Mitarbeit in allen Fächern bemüht sein” einen wahren hintergrund hat, der sich dann sogar noch ausbaute und “Schwatzhaftigkeit und Abgelenktheit” hervorbrachten. :-)

Aber das ist noch nicht alles, der Höhepunkt kommt noch. In der fünften Klasse begann ich mit “Wenn die Thematik ihrem Interesse entsprach…” (mehr brauche ich garnicht zu sagen, ich glaube die Message ist klar :-D ) und endete mit:

“Ihre aufmerksame, engagerte Mitarbeit litt phasenweise unter ihrer Abgelenktheit und dem offen gezeigtem Desinteresse. Erst zum Schuljahresende steigerte sie wieder ihre Leistungsbereitschaft.” :-)

Ich muss gestehen, ich fand es ziemlich amüsant, denn sooo schlimm hatte ich mich nicht in Erinnerung^^ Und weitere Zeugnisse zeigen dann auch eine Besserung, obwohl ich am Ende meiner Grunschulzeit noch “zu wenig Gebrauch” von meinem “guten Sprachvermögen und meinen ausgezeichneten Kenntnissen” gemacht habe. Aber nun, was solls, das Potential war da, ausgeschöpft habe ich es aber immer noch nicht^^

Ja, naja, und später mit dem Gymnasium wurde es eher langweilig und eintönig, spätestens aber mit Einführung dieser Verhaltens-Bögen zum Ankreuzen, die mehr oder weniger keine Aussagekraft besitzen.

So, und da ich jetzt hier zu freizügig über meine Grundschul-Sünden berichtet habe, fänd ichs natürlich auch interessant, was eure (wahrscheinlich eingestaubten?!^^) Zeugnisse so hervorbringen?

Haut rein! ;-)