BGE
Endlich mal eine gute Begründung und Erklärung für das, was ich schon lange mit Interesse verfolge.
Zeit wirds!
Solche Schulprojekte sollten eigentlich verpflichtend sein. Heutzutage muss man neben politischen Systemen eben auch technische Systeme gleichermaßen verstehen.
Gewohnheiten
Gewohnheiten - ein Käfig aus dem man nur schwer rauskommt oder eine bequeme Couch von der man nur ungern aufstehen möchte. Besonders Letzeres fällt mir bei Gewohnheiten auf, vor allem dann, wenn die auf der “Couch” sitzenden Leute noch auf das sogenannte “Gewohnheitsrecht” pochen. In meinen Augen suchen diese Leute nur eine “rechtliche Grundlage” für ihre geistigen Inflexibilitäten.
Gerade im alltäglichen Leben werden diese Gewohnheiten gerne hochgehalten, auch wenn diese nicht mehr mit den aktuellen Gegebenheiten zusammenpassen wie es vielleicht einmal in der Vergangenheit der Fall gewesen sein mag. Berühmte Beispiele sind da für mich der regelmäßige Fleischkonsum im großen Stil oder die Vorliebe für schnelle Autos mit großem Hubraum (Letzteres ist sicherlich aber auch mit Statusdenken verbunden). Beeindruckend finde ich bei diesen ausgesprochen materialistischen Gewohnheiten ja, dass dafür so einige Opfer erbracht werden. Um regelmäßig viel Fleisch essen zu können wird (aus Desinteresse oder Ahnunglosigkeit) das billigste Fleisch gekauft. Um oft und schnell Autofahren zu können wird an anderen mitunder sogar wichtigeren Ecken gespart. Darüber hinaus wird die Verknappung der Rohstoffe und der Klimawandel relativiert oder einfach auf technischen Fortschritt spekuliert, der ja vermeintlich alle Probleme lösen könne. Wenn das nicht ausreicht, wird schnell Fahren kurzerhand noch als “Freiheit” hochgehalten – in meinen Augen ein ziemlich lächerlicher Freiheitsbegriff. Das sind jetzt nur mal zwei Fälle, die mir oft begegnen, es gibt aber sicherlich noch viele andere.
Die grundlegende Mentalität die sich für mich dabei abzeichnet ist jedoch immer die Gleiche: Die Mentälität des “immer mehr”, welche sich als feste Gewohnheit verbreitet hat, vor Allem in materieller Hinsicht. In Zeiten von besagter Rohstoffverknappung und Klimawandel eigentlich eine Denkweise von Gestern oder Vorgestern. Mir ist natürlich klar, dass Gewohnheiten in der Natur des Menschen liegen, aber sie zu erkennen, kritisch zu beleuchten (z.B. ob diese Gewohnheiten wirklich nötig sind für ein erfülltes Leben) und sich zumindest teilweise davon loszureißen ist immer möglich – sofern es gewollt ist.
Abseits vom Internet-Mainstream
Ich möchte mal an meinen letzten Beitrag hier inhaltlich Anschließen und auf das Thema alternativen zu Facebook & co. nochmal eingehen. Neulich bin ich da über einen interessanten Artikel gestolpert, wo über Initiativen zu diesem Thema berichtet wurde . Besonders originell fand ich in dem Artikel aber die Web 2.0 Suicide Machine, die das Thema sehr schön durch den Kakao zieht.
Der Ausstieg ist also kein seltenes Phänomen und die Frage ist, wann die breite Masse im Internet das mal für sich erkennt. Aber Datenschutz ist wohl nichts Greifbares für viele und gern wird auch behauptet “bei Facebook ist halt jeder”. Und gerade diese Zentralisierung ist wohl die Gefahr dabei. Also wird es wohl auf eine “Kleinstaaterei” hinauslaufen für bewusste Internetnutzer. Aber für die einfache und direkte Kommunikation werden wohl Insant Messenger und E-Mail uns noch eine Weile erhalten bleiben.
Neuer Auftakt
So, nach langer Zeit der Stille meinerseits werde ich dieses Weblog mal wieder “reaktivieren”. Nicht unerwähnt sollte da der Ausstieg meinerseits aus einem großen sozialen Netzwerk sein. Es ist eben Teil meines Versuchs, ohne Netzwerke und Ähnlichem auszukommen. Meiner Meinung nach binden sie zuviel Zeit und Aufmerksamkeit sowie führen zu einer bedenklich hohen Konzentration an persönlichen Daten – Aspekte, die ich anfangs zu sehr auf die leichte Schulter genommen habe. Des Weiteren geht es mir auch um eine gewisse “Eigenständigkeit” im Internet, d.h. möglichst wenig von Online-Angeboten abhängig zu sein. Deshalb sehe auch auch das Hören von Musik über irgendwelche Streams kritisch, weil man immer irgendwie abhängig ist vom Funktionieren der Webseite aber auch von der Internetverbindung. Ich will halt ungern meiner Bequemlichkeit zum Opfer fallen in dieser Hinsicht. Gleiches gilt für Cloud-Computing in meinen Augen, welches ich wenn dann nur mit Bedacht nutze.
Bei Vielen habe ich auch den Eindruck, dass das Internet für diese vorwiegend ein Unterhaltungsmedium oder Ähnliches ist (von der direkten Kommunikation mit Freunden und Bekannten mal abgesehen). Schade eigentlich, bei dem was das Internet eigentlich ermöglicht. Dabei will ich mich jetzt hier nicht als Moralapostel aufspielen oder gar behaupten, dass meine Internetnutzung besser oder sinnvoller sei. Für mich ist es aber neben der direkten Kommunikation (E-Mail usw.) vor allem ein Informationsmedium. Zum Empfangen von Informationen aber auch zum Senden von Informationen. Es lohnt sich also wieder mal ein bisschen mehr, in dieses totgesagte Weblog hineinzuschauen
Rock im Grünen
Moin,
mir ist gerade mal danach, wieder nen Artikel zu schreiben und zwar geht es Caros und um mein neues ehrenamtliches Engagement beim Rock im Grünen e.V. (RiG). Dieser Verein organisiert verschiedene, musikalische Events, das Bekannteste ist mit sicherheit das RiG OpenAir, welches jedes Jahr im Sommer stattfindet.
Caro und ich wurden dem RiG-Team durch einen Freund empfohlen, mit dem wir schon bei Rock am Platz zusammen gearbeitet haben. Da wir bei Rock am Platz nicht mehr aktiv waren (Das Team und die Personen haben sich zu sehr verändert), kam uns diese Gelegenheit gerade recht, weil wir durchaus großen Spaß bei der Organisation solcher Events haben.
Joa und nu sind wir seit Dezember letzten Jahres dabei, nehmen an so vielen Organisationstreffen wie möglich Teil (Diese finden einmal pro Woche am Mittwoch Abend statt) und waren auch letztes Wochenende beim RiG-Klausurwochenende mit dabei.
Das Klausurwochenende war sicherlich anstrengend, aber wir haben ne Menge geschafft, was vor allem die Strukturierung unserer Arbeit und viele kleine und größere Probleme angeht, die sich im letzten Jahr offenbart haben.
Nun sind wir also voll mit dabei und freuen uns, wieder Teil eines engagierten Teams zu sein und an diesem großartigen Projekt mit zu arbeiten.
Vielleicht komm ich ja in nächster Zeit öfter mal dazu, hier nen bisschen was zu bloggen.
Grüße
Paul
Was ich in meiner Wohnung noch so brauche…
Hier mal der Versuch eine ordentliche Liste zu erstellen, was ich so für meine Wohnung alles noch brauche an Krams.
Fußmatte für den Eingang
Badezimmerspiegel
Toaster
Mikrowelle
Eierkocher (Is Luxus, ich weiß
)
Wäschekörbe (Jeweils für Bunt- und Kochwäsche einen)
Duschvorhang nebst Aufhängung
Handtuchstange fürs Bad
Ausflug in die Wand
Am Sonntag den 27.2.2011 um 17 Uhr trafen sich 10 Sportbegeisterte Jugendliche und Trainer des “Ruder-Club Saffonia 08″ in der Erlebniscity TURM in Oranienburg, allerdings nicht um dem Wassersport zu fröhnen. Im Winter kann man nämlich durchaus auch mal andere Sportarten ausprobieren und da wir ja alle eh hoch hinaus wollen, versuchten wir uns mal an der Kletterwand.
Wir hatten für 17 Uhr ein zweistündiges Schnupperklettern gebucht, zu dessen Anfang wir von einem erfahrenen Kletterer und Trainer erstmal eine kurze Einweisung bekamen. Ingo (So hieß der Trainer) erklärte uns zum Beispiel, dass wir bis zur Markierung auf 2,5M Höhe auch ohne Gurt und Sicherung klettern dürfen, da von dieser Höhe eine weiche Landung auf den dicken Matten garantiert ist. Karoline warf sich sogleich mutig in die Wand und demonstrierte eben dieses (Alles absichtlich natürlich). Nach der Demonstration durften alle nacheinander mal quer an der Wand gehen (Auf Absprunghöhe von rechts nach links klettern) um ein Gefühl für die Bewegungen zu bekommen.
Danach wurden wir in Dreiergruppen aufgeteilt und mit Klettergurten ausgestattet. Beim Anlegen des Klettergurtes haben wir gleich gelernt, dass man, bevor man losklettert, immer noch mal einen Partnercheck macht, also beim Partner überprüft, das der Gurt nicht zu fest und nicht zu lose sitzt und der Karabiner bzw. das Sicherungsgerät zwischen Seil und Gurt richtig (an)geschlossen ist.
Jede Gruppe bekam noch eine Einweisung in die Sicherungstechnik und die Kletterkommandos. Ein lautes “ZU!” bedeutet zum Beispiel, dass der Kletternde am Ende der Route angekommen ist oder kurz Pause machen möchte und die Bodencrew dementsprechend das Seil fixieren muss. Ein “AB!” signalisiert, dass der Kletternde abgseilt werden möchte. Hierbei konnte man sich richtig wie im Film von der Wand abstoßen, was einfach nur cool aussieht!
Es gab am Boden immer zwei Sichernde, die die Kommandos entgegennahmen. Einer war als Gegengewicht ins Seil geklinkt und hatte eine Hand am Sicherungsgerät, der andere kümmerte sich um das Einholen des Seils und der Dritte im Bunde war natürlich in der Wand und kraxelte mutig drauf los.
Anfangs war die Skepsis noch groß. Hält das Seil? Was passiert, wenn ich Falle? Können die anderen mich halten? Was ist der Sinn des Lebens?
Nachdem man sich jedoch einmal richtig ins Seil gesetzt hat, kam das Vertrauen und damit auch der Spaß. Nun wollten alle immer noch höher und einige versuchten sich sogar daran, die 14 Meter bis um Gipfel zu erklimmen. Wobei einige schon bis zur Hälfte kamen und sich dort zur Belohnung auf einem künstlichen Felsvorsprung ausruhen und die Halle mal von oben betrachten konnten, bevor es wieder bergab ging. War wohl doch ein ganz schön mulmiges Gefühl, dort oben zu stehen. Wieder unten angekommen strahlte man seine Kameraden jedoch an, als wolle man der Sonne Konkurrenz machen.
Ein besonderer Ansporn war auch der Anblick der anderen anwesenden Kletterer, die sehr gekonnt an der Wand empor liefen. Hier konnte man sich auch gleich mal abgucken, dass man nicht mit allen Griffen (“bunt”) nach oben klettert, sondern einer Route folgt, also immer nur Griffe einer Farbe nutzt.
So verging die Zeit wie im Flug und manchmal auch im Flug (Wenn sich gerade wieder jemand abseilen ließ) und alle hatten einen riesen Spaß.
Einziger Wehrmutstropfen war, dass sich mehr als 10 Leute angemeldet haben, einige jedoch offensichtlich nicht erschienen sind. Aber auch das mit der verbindlichen Anmeldung bekommen wir noch hin
Wenn nun jemand spontan Lust bekommen hat, das Klettern auch ein Mal auszuprobieren, stelle ich gerne einen Kontakt her bzw. bei größerer Nachfrage organisiere ich auch gerne wieder einen Kurs.
Bis dahin kehren wir aber erstmal in unsere Sporthalle bzw. hoffentlich auch bald auf Wasser zurück.
Liebe Grüße
Paul
Klettern
Nach scheinbar endloslanger Funkstille gibt es jetzt mal wieder ein Lebenszeichen.
Caro und ich haben vor einiger Zeit (Vor drei bis vier Monaten) das Klettern für uns entdeckt. Den eigentlich Impuls dazu habe ich in Gesprächen mit Freunden aufgegriffen, die den Sport schon betreiben und gerade zu am Schwärmen waren. Irgendwann hatte sich dann bei Caro und mir der Wunsch manifestiert, das Ganze auch mal aus zu probieren.
Wir haben dann in der Erlebniscity Oranienburg auch bekannt als T.U.R.M. einen Kletterkurs gebucht, um uns den Einstig zu erleichtern bzw. sicher zu stellen, dass wir die Grundlagen richtig erlernen. Dabei lernten wir den selbstständigen Klettertrainer Ingo Mach kennen, der uns in die Materie einführte und auch nach dem Kurs Ansprechpartner blieb und ist.
Nachdem wir den Kurs dann erfolgreich abgeschlossen hatten und unseren Toprope-Schein in den Händen hielten, konnten wir auch auf eigene Faust in die Kletterwand im T.U.R.M. steigen.
Die genannte Wand ist sicherlich nicht die Größte und Abwechslungsreichste, aber am Anfang wirds einem trotzdem nicht langweilig und erste Lernerfolge stellen sich schnell ein.
So richtig cool ist Klettern aber glaube ich nur in der freien Wildbahn, dementsprechend werden Caro und ich am übernächsten Wochenende zu einem von Ingo organisierten Klettertripp/Kurs ins Elbsandsteingebirge aufbrechen. Ich freu mich da echt riesig drauf, was die Leute in meiner Umgebung sicherlich auch mitbekommen haben ![]()
Ich werd mal zusehen, dass ich auch einen kleinen Bericht hier verfasse und vielleicht auch nen paar Bilder hochlade. Drückt uns die Daumen, dass das Wetter mitspielt!
Joa so viel in aller Kürze.
Mal was Neues
Hallöle alle zusammen!
Ich wollte eigentlich nur kur nen bisschen Werbung für meinen Motorradhändler machen, aber mal schaun, was sonst noch so bei rum kommt.
Die geneigten Leser dieses Blogs wissen mit sicherheit schon, dass ich mir ein Motorrad zugelegt habe. Ich hab die Kiste im Dezember über verschlungene Pfade bei einem BMW-Händler in Zossen (ca. eine Autostunde von Berlin-Frohnau entfernt) entdeckt. Der Hausmeister meiner Mutter kannte diesen Händler seit Langem und bekam ein Angebot, welches er zwar selber nicht wahrnehmen konnte, aber er erinnerte sich, mit meiner Mutter über meine Leidenschaft gesprochen zu haben. So erreichte dieses Angebot dann eines Abends mich.
Bedingt durch das viele Hören-Sagen kam erstal die Info bei mir an, dass es sich um eine Honda CB 1200 von 1989 handelt. Bei dem Baujahr wurde ich erstmal ein wenig stutzig, meine Euphorie lies dies jedoch schnell in den Hintergrund rücken, weil die Maschine so in etwa eins meiner Traummotorräder ist und der Preis von 1600€ ein absolutes Schnäppchen war.
Deswegen rief ich noch an diesem Abend den Hausmeister (Siggi ist sein Name, ein wirklich sehr netter und aufgeschlossener Mensch) an und fragte, was es sonst noch so für Infos gibt und mit wem ich mich da in Verbindung setzen musste. Er versprach daraufhin, dass er sich nochmal mit seinem Kumpel (dem Händler) in Verbindung setzen und mich dann informieren würde.
Nun wartete ich zwei Tage in freudiger Erwartung auf diesen Anruf.
Als ich Siggi dann wieder an der Strippe hatte, teilte er mir erstmal etwas verlegen mit, dass es sich doch nicht um eine CB 1200 sondern “nur” um eine CB 750 handelt, ein schnelles Googeln ergab aber, dass die Kiste und damit das Angebot trotzdem äußerst interessant ist.
Er nannte mir noch die Kontaktdaten seines Kumpels beim Händler, an den ich mich wenden sollte und verabschiedeten wir uns auch schon wieder. Ich konnte es kaum erwarten, da an zu rufen
Um das Kind mal beim Namen zu nennen: Der Laden heißt BMW Wernecke und mein Ansprechparnter dort Thomas Weckend, seines Zeichens selber begeisterter Motorradfahrer und ebenfalls völlig unkompliziert im Umgang.
Ich rief dann dort mit doch etwas weichen Knien an, lies mir nochmal ein paar Daten durchgeben und bekam auch nochmal den Freundschaftspreis von 1600€ bestätigt. Ich bat um ein wenig Bedenkzeit, signalisierte aber sehr deutlich, dass ich ein großes Interesse an dem Mopped hatte. Wir verblieben dann so, dass ich mich bald nochmal melden sollte.
Ich wusste nun, dass die Kiste nicht 1989 sondern 1998 gebaut wurde und ca. 39.000 Kilometer auf dem Tacho hatte. Außerdem war sie wohl in einem optisch wie auch technisch einwandfreien Zustand. Dem Vorbesitzer ist sie zwar einmal zu jeder Seite umgekippt, die montierten Sturzbügel haben das gute Stück jedoch vor größeren Blessuren bewahrt, sodass keine Schäden am weinroten Lack oder sonstwo zu beklagen gewesen wären. Im Motor stecken gemütliche 71 Pferdchen, die für ein erstes eigenes Motorrad vollkommen ausreichend sind und zu guter letzt würde ich sogar ein Jahr Garantie vom Händler bekommen.
Nun war es quasi an mir, eine Entscheidung zu treffen. Ich beriet mich mit meinem Kumpel Daniel und googelte auch noch ne Weile um mir ein noch umfassenderes Bild von der Maschine zu machen und stieß dabei auf sehr viel positives Feedback. Der Motor soll fast unkaputtbar sein und durchaus 120.000 Km durchhalten, was für ein Motorrad schon nicht wenig ist. Der gutmütig/unkomplizierte Charakter soll es zu einem treuen Begleiter auf längeren Reiserouten und auch bei sportlicheren Tagesausflügen machen.
Nach dem ich eine Nacht drüber geschlafen hatte, stand für mich fest, dass ich mir die Maschine auf jeden Fall mal ansehen wollte und war insgeheim eigentlich schon überzeugt, dass ich sie kaufen möchte. Also hängte ich mich ans Telefon und vereinbarte einen Termin mit Thomas. Daniel hatte mir schon zugesagt, als ich ihn fragte, ob er mich als erfahrener Berater begleiten möchte und Caro gesellte sich dann auch noch zu uns und organisierte sogar nen Auto, damit wir bequem zum Händler kamen.
Als dann der Termin gekommen war, machten wir uns auf den Weg und ich muss sagen, dass die Aufregung und Anspannung doch tief in meinen Knochen saß. Ich freute mich wirklich wie ein kleines Kind.
Im Laden angekommen begrüßte uns Thomas und zeigte uns ohne großes Gerede die Maschine. Jetzt erst konnten wir richtig sehen, in was für einem guten Zustand sie sich befand. Alle Chrom- und Lackteile glänzten, der Motorblock und die gesamte Mechanik war grundlich geputzt worden, die Bremsscheiben hatten keine Furchen oder Rillen und sogar die Reifen waren so gut wie neu. Der Vollständigkeit halber schoben wir die Kiste kurz vor die Tür, um sie mal an zu lassen und den Motor zu hören. Wie zu erwarten war, sprang sie sofort an und nichts an oder in der Maschine klang merkwürdig, klapperte oder schepperte.
Noch ein kurzes Telefonat mit Dirk, dem Vater meines Patenkindes und ebenfalls begeistertem Motorradfahrer und die Sache war für mich klar.
“Ich kaufe diese Maschine!” war mein Gedanke und kurze Zeit später saßen wir um Büro, um den Gedanken auf Papier und in Form von Verträgen fest zu halten.
Die Sache wurde immer besser, als sich dann im Gespräch herauskristallisierte, dass der Händler gegen eine wirklich geringe Gebühr ebenfalls den Einbau und die Anmeldung der Drossel (ich darf leider erst ab August diesen Jahres die Maschine offen fahren), die Ummeldung auf mich und generell den gesamten Papierkrieg beim Amt ausfechten würde. Ich brauchte mir nur noch eine Versicherung besorgen und müsste mich sonst um nichts kümmern.
Ich leistete noch eine Anzahlung in Höhe von 500€ und ab da verblieben wir so, dass ich die Kiste komplett fertig und Fahrbereit mitte Januar abholen könnte.
Aus dem Abholen wurde dann ein Bringen, aber im Endeffekt stand das Motorrad dann tatsächlich Ende Januar bei mir auf der Einfahrt.
Da es erst relativ spät geliefert wurde und es zu allem Überfluss auch noch schneite und dezent kalt war, verzichtete ich bei Lieferung auf ein Starten der Maschine. Das hob ich mir für die nächsten Tage auf
Als dann ein günstiger Moment gekommen war, ging ich nach draußen und versuchte mein Glück.
Dabei blieb es leider auch erstmal, weil die Batterie nicht mehr genug Leistung hatte und erstmal geladen werden musste, was im Winter nicht weiter verwunderlich ist, da die Kiste ja nicht gefahren wird.
Ich war deswegen nicht traurig oder gar wütend, sondern freute mich sogar richtig, gleich ein wenig Schrauben zu können. Na ja auf jeden Fall war die Batterie dann schnell ausgebaut und hing in meinem Zimmer am Ladegerät. Dort gönnte ich ihr dann zwei Tage um ihre alte Kraft wieder zu erlangen.
Nach dem Einbau war ich gespannt wie nen Flitzebogen, ob die Kiste anspringen würde. Ich hab den Moment in einem kurzen Video festgehalten, welches ich im letzten Beitrag schon erwähnte, hier aber nochmal zeigen möchte:
Wie ihr seht, springt sie super an und damit hatte sich der Traum vom ersten eigenen Motorrad erfüllt!
Jetzt stand mir erstmal nur noch das Wetter im Weg. Es ist nicht so, dass ich den Winter und den Schnee nicht mag, aber man, ich hab nen Motorrad und will verdammt nochmal auch damit fahren
Na ja, ich ging nach ner Woche ohne Aussicht auf freiere Straßen mal wieder nach draußen um zumindest den Motor nochmal in Aktion zu hören und auch das habe ich wieder mit einem kleinen Video festgehalten:
Ja ja, so ist das mit den Spielzeugen der Männer
Die Freude wurde jedoch kurzfristig getrübt, als ich mir dann den Motor nochmal genauer ansah. Auf der linken Seite war etwas Öl ausgetreten und lief über die Kühlrippen. Da Tat wohl eine Dichtung ihre Arbeit nicht mehr ganz so zuverlässig bzw. war zur Undichtung mutiert und hier geht mein eigentlich am Anfang angesprochenes Lob los
Ich schrieb dann Thomas eine eMail und packte zwei Fotos von der betroffenen Stelle mit in den Anhang, damit er sich überlegen kann, was gemacht werden muss, ich hatte ja schließlich ein Jahr Garantie auf die Kiste und ich war gewillt diese zu nutzen. Heute früh (zwei Tage nach der eMail) bekam ich dann einen Anruf vom Werkstattsleiter von BMW Wernecke, der mir mitteilte, dass er die Ersatzteile bereits bestellt hatte und ich die Kiste dann sobald es möglich ist, zu ihm fahren könne. Für die Zeit, die sie in der Werkstatt steht, bekomm ich dann eine Ersatzmaschine zur Verfügung gestellt und muss quasi nur ein bisschen Sprit zahlen, was mir eigentliche gal ist, da ich eh jede Ausrede nutzen werde, um irgendwie Fahren zu können
Außerdem kann ich so gleich noch ein weiteres Motorrad “probefahren”.
Alles in allem bin ich also höchst zufrieden mit der Maschine (soweit ich das bis jetzt halt sagen kann), aber vor allem auch mit dem Service seitens Thomas und BMW Wernecke. Da fühlt man sich richtig gut aufgehoben und betreut, wenn man auf eMails so schnelle und befriedigende Antworten bekommt und auch am Telefon immer einen Ansprechpartner hat, der sich Zeit nimmt.
So sollte das immer laufen und jetzt muss nur noch der Schnee weichen und dann kann es losgehen!!!